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Grundlegende Schachbegriffe (z. B. „Schach“, „Matt“, „Remis“)

Schach ist eines der bekanntesten und anspruchsvollsten Brettspiele der Welt. Um das Spiel besser zu verstehen, sollte man sich mit den grundlegenden Begriffen vertraut machen.

In diesem Artikel erkläre ich einige der wichtigsten Begriffe, die jeder Schachspieler kennen sollte.

Schach

Der Begriff „Schach“ bezeichnet eine Spielsituation, in der der König eines Spielers direkt von einer gegnerischen Figur angegriffen wird. Wenn ein König im Schach steht, muss der Spieler sofort reagieren, indem er das Schach entweder durch Ziehen des Königs, Blockieren des Angriffs oder Schlagen der angreifenden Figur abwehrt. Ein Spieler darf keinen Zug ausführen, durch den sein eigener König ins Schach geraten würde. Solange ein Spieler im Schach steht, muss er sich mit seinem Zug ausschließlich darauf konzentrieren, diese Bedrohung zu beseitigen.

Schachmatt

Schachmatt tritt ein, wenn ein König im Schach steht und keine legalen Züge mehr zur Verfügung hat, um dem Angriff zu entgehen. Das bedeutet, dass der König weder auf ein freies Feld ziehen, noch das Schach durch eine eigene Figur blockieren oder den Angreifer schlagen kann. Sobald ein Spieler seinen Gegner schachmatt setzt, ist das Spiel sofort beendet, und der Spieler, der das Matt gegeben hat, gewinnt die Partie. Schachmatt ist das Hauptziel einer Schachpartie.

Remis

Ein Remis ist ein unentschiedenes Spiel, bei dem kein Spieler gewinnt oder verliert. Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie eine Schachpartie in einem Remis enden kann:

  • Patt: Eine besondere Situation, in der der Spieler am Zug keine legalen Züge mehr hat, sein König aber nicht im Schach steht. In diesem Fall endet die Partie sofort mit einem Unentschieden.
  • Dreifache Stellungswiederholung: Falls dieselbe Stellung dreimal mit demselben Spieler am Zug und denselben möglichen Zügen auftritt, kann einer der Spieler Remis reklamieren. Die dreifache Wiederholung kann auch über mehrere Züge hinweg auftreten, wenn die Stellung zu verschiedenen Zeitpunkten identisch war.
  • 50-Züge-Regel: Wenn 50 aufeinanderfolgende Züge gemacht wurden, ohne dass ein Bauer gezogen oder eine Figur geschlagen wurde, kann Remis beantragt werden. Diese Regel verhindert, dass Spieler endlose Züge ausführen, ohne Fortschritt zu erzielen.
  • Mangelndes Material: Falls keiner der Spieler genügend Material auf dem Brett hat, um den gegnerischen König mattzusetzen (zum Beispiel wenn nur noch beide Könige auf dem Brett stehen), endet das Spiel automatisch in einem Remis.

Eröffnung

Die Eröffnung ist die erste Phase einer Schachpartie und umfasst die ersten 10 bis 15 Züge. Ziel ist es, die Figuren schnell zu entwickeln, das Zentrum des Bretts zu kontrollieren und den König zu sichern. Es gibt viele bekannte Eröffnungen, darunter das Spanische Spiel, die Sizilianische Verteidigung und das Damengambit. Eine gute Eröffnung legt den Grundstein für eine erfolgreiche Partie und kann dem Spieler einen entscheidenden Vorteil verschaffen.

Mittelspiel

Das Mittelspiel beginnt nach der Eröffnung, sobald die meisten Figuren entwickelt und die Grundlinienstrukturen festgelegt sind. In dieser Phase geht es um taktische und strategische Entscheidungen, um eine bessere Stellung zu erlangen oder den Gegner zu schwächen. Zu den zentralen Elementen des Mittelspiels gehören Angriffspläne, Stellungsspiel, Figurenaktivierung und Bauernstrukturen. Das Mittelspiel ist oft der kämpferischste Abschnitt einer Partie, in dem die Spieler versuchen, entscheidenden Vorteil zu gewinnen.

Endspiel

Das Endspiel beginnt, wenn nur noch wenige Figuren auf dem Brett stehen. In dieser Phase gewinnt der König an Bedeutung, da er nun aktiv ins Spielgeschehen eingreifen kann. Endspiele erfordern genaues Rechnen und Kenntnis grundlegender Techniken wie Opposition, Bauernumwandlung und Mattsetzungen mit minimalem Material (z. B. König und Dame gegen König). Viele Endspiele sind theoretisch erforscht, und das Wissen um die richtige Vorgehensweise kann zwischen Sieg und Remis entscheiden.

Fesselung

Eine Fesselung ist ein taktisches Motiv, bei dem eine Figur durch eine gegnerische Figur daran gehindert wird, sich zu bewegen, da dies eine wertvollere Figur (z. B. den König oder die Dame) preisgeben würde. Es gibt absolute Fesselungen (gegen den König) und relative Fesselungen (gegen eine andere wertvolle Figur). Fesselungen können die Bewegungsfreiheit des Gegners stark einschränken und eine gewinnbringende Strategie sein.

Gabel

Eine Gabel ist eine Angriffstechnik, bei der eine einzelne Figur gleichzeitig zwei oder mehr gegnerische Figuren bedroht. Besonders effektiv ist dies mit einem Springer, da seine einzigartige Bewegungsweise schwer zu parieren ist. Auch Bauern, Damen und Könige können Gabeln ausführen, um Materialvorteil zu erzielen.

Rochade

Die Rochade ist der einzige Zug im Schach, bei dem zwei Figuren gleichzeitig bewegt werden. Dabei zieht der König zwei Felder in Richtung eines eigenen Turms, und der Turm wird auf die andere Seite des Königs gesetzt. Es gibt zwei Arten: kurze Rochade (auf die Königsseite) und lange Rochade (auf die Damenseite). Die Rochade dient der Sicherheit des Königs und der Aktivierung des Turms.

En passant

Die En-passant-Regel ermöglicht es einem Bauern, einen gegnerischen Bauern zu schlagen, der gerade zwei Felder aus seiner Ausgangsposition gezogen wurde und neben dem angreifenden Bauern landet. Dies kann nur im unmittelbar folgenden Zug geschehen. En passant ist eine Sonderregel, die oft übersehen wird, aber taktisch sehr wichtig sein kann.

Bauernumwandlung

Wenn ein Bauer die gegnerische Grundreihe erreicht, kann er in eine Dame, Turm, Läufer oder Springer umgewandelt werden. In den meisten Fällen wird die Dame gewählt, da sie die stärkste Figur ist. Diese Regel macht Bauern besonders wertvoll, da sie das Potenzial haben, das Spiel zu entscheiden.

Schach ist ein faszinierendes Spiel mit einer tiefgehenden Strategie. Wenn du diese grundlegenden Begriffe beherrschst, hast du eine solide Basis, um dein Spiel weiter zu verbessern.

Mehr über Schach gibt es im Schachspiel Ratgeber.

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